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           Die Geschichte mit dem Hammer

                                                
Der Hammer

                                               

Paul Watzlawick




Ein Mann will ein Bild aufhängen.
Den Nagel hat er, nicht jedoch den Hammer.
Der Nachbar hat sicher einen Hammer!
Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen.
Doch, da kommen ihm Zweifel:
Was, wenn der Nachbar den Hammer nicht ausleihen will? Gestern grüßte er mich schon so flüchtig.
 Na-ja, vielleicht war er aber auch bloß in Eile.
Aber, vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen mich. Doch, was...?
Ich habe ihm nichts getan, da bildet er sich etwas ein! Wenn jemand von mir ein Werkzeug ausborgen wollte,
ich gäbe es ihm sofort!
Und, warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen?
Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich wäre auf ihn angewiesen!
 Bloß, weil er einen Hammer hat!
Jetzt reicht’s mir aber wirklich!
 
Und so stürmte er hinüber und läutete.
Der Nachbar öffnete, doch bevor er noch überhaupt "Guten Tag!" sagen konnte, schreit ihn unser Mann erregt an:
 
"Behalten Sie doch Ihren Hammer,    Sie unverschämter Rüpel...!"